Jede Packung zählt

Lange ist sie schon verabschiedet, die EU Richtlinie 2011/62, die mit dem Ziel eines besseren Verbraucherschutzes die Möglichkeit der "Identifizierung der einzelnen Verpackungen" fordert. Die EU Verordnung 2016/161, die die genaueren Bestimmungen zur Umsetzung beinhaltet, ist seit Februar 2016 in Kraft - womit die dreijährige Übergangsfrist läuft und die EU-Richtlinie und -Verordnung zur Einzel­packungs­verfolgung langsam die Praxis erreicht.

Ausschnitt aus einer PZN

Aachen, 1.5.2016

Was wie eine Menge zusätzlichen Aufwands aussieht, ist allerdings auch im Interesse von Herstellern und Distributoren, wenn eine technische Unterstützung für die Verfolgung von Einzelpackungen im Rahmen der Dokumentation und Kontrolle von Vertriebswegen gewünscht ist - was nicht nur bei den durch die EU reglementierten verschreibungspflichtigen Humanarzneimitteln, sondern z.B. auch bei hochwertigen Kosmetika gewünscht sein kann.

Die für eine durchgängige Einzelpackungsverfolgung notwendigen Prozessschritte stehen jetzt in unserem LogiWMS und den LogiPick Systemen bereit. Auf der Basis entsprechend erweiterter Artikelstammdaten werden durchgängig, vom Wareneingang bis zum Versand, die Seriennummern unabhängig von den Gebindegrößen vollständig verfolgt. Die Kommissionierung mit unseren LogiPick Systemen bleibt dabei vollständig beleglos und beschränkt sich auf den Scan der kommissionierten Packungs- oder Gebinde-ID.

Wie auch in allen anderen Standardprozessen minimieren unsere Systeme die aufwändigen und fehlerträchtigen Dateneingaben und -vergleiche durch Mitarbeiter auf das unumgängliche Minimum, das — eine intelligente Systemunterstützung vorausgesetzt — nahe bei Null liegt. Einzig bei der Kommissionierung muss das "Identifikationsmerkmal", also ein auf der (Umver-)Packung angebrachter 1- oder 2-D Barcode packungsweise gescannt werden. Die geschieht typischerweise bei unseren LogiPick Systemen durch ein mobiles Gerät, z.B. ein Handheld oder ein Barcodescanner. Die im Ablauf hinterlegten Prüfroutinen stellen dabei sicher, dass keine unplausiblen Daten gelesenwerden und erzwingen im Zweifelsfall eine entsprechende Kontrolle. diese kann wunschweise zentral an einem Kontrollplatz oder dezentral in der Kommissionierung erfolgen.

 

Die Seriennummerninformationen können in allen weiteren Prozessen und über unterschiedlichste Verfahren weiter verwendet werden. Für die Kunden- und Mandantenbelege können die Seriennummern auf den Lieferscheinen angedruckt werden. Internen Systemen, wie ERP oder WWS werden sie über die etablierten Schnittstellen übermittelt. Für externe Systeme, z.B. ERP Systemen bei Mandanten oder zur Auswertung durch Drittanbieter können sie sowohl über Schnittstellen ausgetauscht als auch über einen Webserver on demand zur Verfügung gestellt werden.

Zusammen mit der persistenten Speicherung aller Buchungen innerhalb des LogiWMS sind damit die Grundlagen für alle in der EU Verordnung genannten Pflichten und Empfehlungen, sowohl für Hersteller als auch für Distributoren, geschaffen - weit vor Ende der Übergangsfrist und in einer Weise, die bei minimalen Auswirkungen auf das Tagesgeschäft und die Prozesseffizienz allen regulatorischen Anforderungen mehr als entsprechen.

Nachfragen? Wir haben immer ein offenes Ohr.